Der bewertete Chef | Konzept

Mitarbeiter, die ihre Chefs und deren Chefs öffentlichen bewerten. Die Idee ist aus der Frage entstande, ob die Ergebnisse aus einem 360° Feedback auch transparent gemacht werden sollten. Dabei geht es weniger darum, ob ein Chef immer genau das getan hat, was in seinem Aufgabenspektrum lag, sondern ob er - um mit Peter Drucker zu sprechen - Arbeit ermöglicht (und erleichtert) oder erschwert. 


Kurzbeschreibung

Den Chef zu bewerten sollte immer Teil eines größeren Gesamtkonzeptes sein. Die Umsetzung ist einfach. Die in vielen Unternehmen ohnehin durchgeführten 360° Bewertungen werden - zumindest für alle Führungskräfte einschl. der Geschäftsführung - vollständig offen gelegt. Dabei geht es vor allem darum deutlich zum machen, dass die Führung daran interessiert ist, den Mitarbeitern, die ganz vorne in der Wertschöpfungskette stehen mehr Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit optimal zu gestalten.
Durch die Veröffentlichung wird klar, welche positive und negative Kritik formuliert wurde und wo Verbesserungspotentiale bei der Führung liegen. Dem Mitarbeiter wird damit auch ein klareres Bild davon gegeben, in welche teilweise sehr schwierigen Umfeld sein Führungskraft agieren muss.


 Voraussetzung... Offenheit positive und negative Kritik in der Organisation zu diskutieren   

 Aufwand... hoch - Das Konzept sollte immer ein eine Gesamtkonzept eingebunden sein

 Geeignet für... Unternehmen ab ca. 250 Mitarbeiter in allen Branchen 

 Als Ersatz für... Unter Verschluss gehaltenes 360° Feedback und Bewertungen

 Konzepttyp... Teilkonzept


Wirkung auf die Organisation

Was zunächst nach einer Schwächung des Managements aussieht, stärkt die Führung, die Mitarbeiter und die gesamte Organisation. Die Führung wird für die Belange der Mitarbeiter sensibilisiert ohne sich entmachtet fühlen zu müssen.  


Das sollten sie tun:
  • seien und bleiben Sie offen für Kritik - auch wenn sie manchmal persönlich wird.
  • reflektieren Sie VOR der Umsetzung in aller Ruhe die Möglichen Konsequenzen. Stellen Sie sich bewusst die Frage, ob ihre Organsiation für diesen Schritt reif genug ist.
Das sollten sie lassen:
  • mit Angst in den Prozess gehen
  • den Schritt gehen, wenn die Bedenken überwiegen

Wir empfehlen

Die Veröffentlichung der Selbst- und vor allem Fremdwahrnehmung der Führungskräfte sollte stets gut vorbereitet sein und in einen bewussten Prozess der (Selbst-)Reflektion eingebunden sein. Gleichzeitig muss klar sein, dass auf negative Kritikpunkte sichtbar werden. Gerade auch die dargestellte Offenheit stärkt die Fürhung UND die Organsiation.